1. Verbrennung (Pyrolyse)
Verbrennung beschreibt eine exotherme Redoxreaktion, bei der ein Brennstoff unter Sauerstoffzufuhr oxidiert wird. Bei pflanzlichem Material setzt diese Reaktion typischerweise oberhalb von ca. 300 °C ein. Es entstehen feste Rückstände (Asche), Kohlenmonoxid, Kohlendioxid sowie eine komplexe Mischung partikulärer Bestandteile (Rauch, Teer).
2. Verdampfung
Verdampfung beschreibt den Übergang flüchtiger Bestandteile aus der flüssigen oder festen Phase in die gasförmige Phase — ohne dass das Trägermaterial selbst chemisch zersetzt wird. Der relevante Temperaturbereich liegt typischerweise zwischen 160 °C und 220 °C, also deutlich unterhalb der Pyrolysegrenze. Es entsteht ein Aerosol aus kondensierten Bestandteilen — kein Rauch.
3. Vergleich der Aerosolzusammensetzung
- Rauch: enthält Verbrennungsprodukte wie Asche, Teerpartikel und Kohlenmonoxid.
- Dampf: enthält im Wesentlichen die gezielt verflüchtigten Aromastoffe — keine Asche.
- Geruch: Dampf hinterlässt deutlich weniger persistenten Geruch im Raum.
4. Heiztechnologien im Verdampfer
Vaporizer nutzen entweder Konduktion (direkter Wärmekontakt zwischen Heizkammer und Material), Konvektion (heiße Luft strömt durch das Material) oder eine Kombination beider Verfahren. Konvektion liefert eine gleichmäßigere Temperaturverteilung; Konduktion ist energieeffizienter und schneller.
5. Warum die Temperatur entscheidend ist
Unterschiedliche Aromastoffe besitzen unterschiedliche Siedepunkte. Eine präzise Temperaturregelung — idealerweise im 1-Grad-Bereich — erlaubt die selektive Freisetzung einzelner Komponenten ohne ungewollte Pyrolyse.
Hinweis: Dieser Artikel beschreibt ausschließlich physikalisch-chemische Vorgänge und stellt keine gesundheitsbezogene Aussage dar. Die Inhalte richten sich an Erwachsene ab 18 Jahren.
